GEFEIERT ALS STARS IN SÜDKOREA

Unsere Konzertreise nach Südkorea

Reisebericht über unsere Chorreise im Mai 2007 – von Julius Radtke

 

Nach einer verspäteten Zugankunft in Frankfurt mussten wir einmal quer durch den Flughafen rennen, um noch den Flieger zu erwischen. Dann waren wir endlich bei dem Schalter unserer Fluggesellschaft „Korean Air“ Angekommen. Nach einem langen Flug landeten wir in Seoul, der Hauptstadt von Südkorea. Dort haben wir so viel Tolles und Interessantes erlebt, dass ich das hier gar nicht alles aufzählen kann.

Aber ich kann ein paar Highlights heraussuchen! Sehr beeindruckend war gleich zu Beginn das Fußballstadion von Seoul, das zur Fußball WM 2002 gebaut wurde. Gleich am zweiten Tag schon hatten wir unser erstes Konzert, das trotz der Müdigkeit durch die Zeitverschiebung sehr gut war. Nach dem Konzert mussten wir, wie auch nach jedem der weiteren sechs Konzerte, Autogramme geben und wurden wie berühmte Stars gefeiert! Das war ein sehr ungewohntes Gefühl.

 

Wir haben auf unserer Reise durch Südkorea viele interessante und schöne Tempelanlagen besichtigt. Was uns stark beeindruckt hat, waren die vielen Hochhäuser in den Städten. In jeder Stadt sahen sie gleich aus! Es gab aber auch Städte, in denen nicht so viele standen, wo neue und alte Häuser gemischt waren. In solchen Hochhäusern in Cheonan wohnten auch unsere Gastfamilien, bei denen wir eine Nacht verbrachten. Sie waren unglaublich gastfreundlich und haben uns sehr verwöhnt. Toll ist, dass ich auch noch heute Email-Kontakt zu „meiner“ Familie habe, sie haben mir auch schon Fotos geschickt und meinen Namen auf Koreanisch.

Sehr gewöhnungsbedürftig war das Essen! Teilweise gab es gegrillte Heuschrecken, Larven und Seetangsuppe und -blätter. Aber irgendwie war es auch spannend…

Die Konzerte waren für uns in der Form „witzig“ und interessant – ganz anders als zu Hause. Wir haben auch mit anderen Chören aus Korea gesungen, die, anders als wir, oft ganz bunt angezogen waren. Ans Ende von jedem Konzert gehörte immer ein koreanisches Volkslied („Boribat“), das wir extra für diese Reise einstudiert hatten. Auch von der koreanischen Kultur haben wir sehr viel gelernt und erfahren; dass die Koreaner sehr offen sind und viel Spaß im Leben haben. Bei einem Rathausempfang standen sogar die Politiker für uns Spalier! Frau Lee-Jänicke, die uns begleitete, hat uns manchmal Artikel aus der Zeitung vorgelesen und sie uns übersetzt, da wir sie ja nicht verstehen bzw. lesen konnten. Manchmal kam auch die Presse und hat uns gefilmt, interviewt und fotografiert.

„Die Waisenkinder empfingen uns mit Geschenken, die sie selbst gebastelt hatten, wie z. B. Ketten aus Papier und Perlen, in denen sehr viel Arbeit und Aufwand steckten.“

„Ans Ende von jedem Konzert gehörte immer ein koreanisches Volkslied (‚Boribat‘), das wir extra für diese Reise einstudiert hatten.“

Ein Konzert gaben wir im Waisenhaus in Busan. Es war toll, für die Menschen dort zu singen und ihnen damit eine Freude zu machen. Die Waisenkinder empfingen uns mit Geschenken, die sie selbst gebastelt hatten, wie z. B. Ketten aus Papier und Perlen, in denen sehr viel Arbeit und Aufwand steckten.

Leider mussten wir nach zehn Tagen wieder nach Deutschland zurück. Wir waren sehr traurig – aber auch froh, unsere Eltern und Geschwister wiederzusehen und ihnen alles erzählen zu können, was wir in Südkorea erlebt hatten. Es war toll, dass uns diese super Reise möglich war!

Reisedokumentation:

By | 2017-02-22T00:16:27+00:00 10. Mai 2007|Categories: Archiv, Berichte, Reisen|Tags: , , , , |0 Comments