MIT DEM BUS GEN WESTEN

Belgienreise vom 27. Mai bis 2. Juni 2000 –
von Willi Bahlmann, 11 Jahre, Alt

 

Bei der Abfahrt sangen wir den Reisesegen, dabei haben einige Eltern geweint. In Bernkastel-Kues bekamen wir in dem Gasthaus „Zum Kurfürsten“ ein Eis. Dort hatten wir ein erstes kleines Konzert im Kurzentrum.

Dann sind wir nach Amorbach in die Jugendherberge gefahren. Bevor wir nach Trier abfuhren, mussten wir die Zimmer unter Aufsicht der Paten aufräumen. In Wintrich an der Mosel hatten wir eine kleine Geburtstagsüberraschung für Ban Hofmann: 4 Torten mit den Buchstaben „B“ „A“ „N“ und einer „13“. Im Anschluss daran fand eine Weinprobe für die Erwachsenen statt, für uns gab es leckeren Traubensaft.

Im Bus, auf dem Weg nach Luxemburg, hatten wir eine Ruhepause, die sehr streng eingehalten werden musste. In Luxemburg in der evangelischen Dreifaltigkeitskirche sollten wir eine 105 Minuten dauernde Probe haben, die um 45 Minuten verlängert wurde! Es folgte ein kleiner Stadtbummel, bei dem wir mit zwei Patengruppen unterwegs waren. Um 17.00 Uhr hatten wir wieder eine Probe. Um 18.00 Uhr war das Konzert in einer vollen Kirche. Danach holten uns die Gasteltern ab. Ich war mit Jonas in einer Familie, wo aber nur die Mutter zu Hause war. Zum Abendessen gab es Cous-Cous, was mir nicht so gut schmeckte. Die Gastmutter war so nett und machte mir ein Butterbrot. Wir beide haben bis halb zwölf noch Walkman gehört. Als Lunchpaket am nächsten Morgen bekam jeder ein Twix und so viele Brötchen, wie wir mochten.

„Um 21.00 Uhr kamen
wir pünktlich an und
unsere Eltern konnten
Freudentränen weinen.“

„Bevor wir nach Trier abfuhren,
mussten wir die Zimmer unter
Aufsicht der Paten aufräumen.“

Am Montag besichtigten wir die Altstadt und hatten dann ein Konzert. Dienstag sind wir nach Waterloo gefahren. Dort haben wir das Schlachtenmuseum angesehen und gingen auf den Hügel mit dem Löwen. Nach einer Chorprobe wurden wir von neuen Gasteltern abgeholt. Unsere Familie hatte ein schönes Haus mit Garten. Außer Jonas und mir haben noch Schmedjes in der Gastfamilie gewohnt. Das hatte den Vorteil, dass beide für uns übersetzt haben, so dass wir die Familie gut verstehen konnten. Mittwoch ging die Fahrt nach Brüssel, wo wir das Atomium besichtigten, das eine Riesendarstellung von einem Atom ist und eines der Hauptgebäude auf der Expo in Brüssel war. Mit unseren Gasteltern haben wir einen tollen Nachmittag und Abend im Garten verbracht.

Donnerstag war der erste Tag, an dem wir zwei Konzerte hatten. Das erste war in einer Basilika. Dort konnte ich bei den Proben nicht mitsingen, weil ich durch den Weihrauch nicht atmen konnte. Später konnte ich aber wieder singen.  Wahrscheinlich hatte ich mich an den Geruch gewöhnt. In Herve in einem Theater fand das zweite Konzert statt. Es begann aber nicht um 20 Uhr, sondern erst um 21.30 Uhr, weil unser Vorchor statt einer Viertelstunde eineinhalb Stunden gesungen hat. Das Konzert war gut besucht.

Am Freitag sind wir zu dem Bergwerk Blegny gefahren. Dort wurden alle mit Helmen und Jacken ausgestattet und wir sind mit einem Lift unter die Erde gefahren. Im Anschluss fuhren wir ab. Nur ein kleiner Zwischenstopp an einer Tankstelle trennte uns von zu Hause. Um 21.00 Uhr kamen wir pünktlich an und unsere Eltern konnten Freudentränen weinen. Während der Belgienreise habe ich meine Jacke verloren.

By | 2017-02-22T00:16:28+00:00 3. Juni 2000|Categories: Archiv, Berichte, Reisen|Tags: , , , , |0 Comments