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Vita 2017-10-04T11:49:58+00:00

Der Hamburger Knabenchor St. Nikolai wurde 1960 im Norddeutschen Rundfunk gegründet und ist seit 1967 an der Hauptkirche St. Nikolai zu Hause. Unter der Leitung von Rosemarie Pritzkat entstand seit 1991 eine Knabenchorschule, in der heute etwa 120 Jungen singen, die von Vorchören (4-6 Jahre) bis zum Konzertchor (9-25 Jahre) ausgebildet werden. Während und nach dem Stimmwechsel wird die Ausbildung in den Männerstimmen fortgesetzt. Anders als in den Internatschören können alle Sänger in ihrer gewohnten Schule und in der Geborgenheit ihrer Familie bleiben.

Hauptziele der Ausbildung sind:

Musikalische Ausbildung               Pädagogik
Singing Minis soziale Kompetenz
Vorchöre Zuhören und Aufeinander hören
Ausbildungschor Warten lernen und Geduld
Konzertchor Ruhe und Konzentration
Männerchor Gemeinsames, altersübergreifendes Lernen
Einzelstimmbildung Verantwortung
Musiktheorie Weltläufigkeit durch gemeinsame (Fern-)Reisen

 

Auftritte

Der Knabenchor singt anspruchsvolle a cappella Konzerte und Oratorien sowie Gottesdienste besonders in der Hauptkirche St. Nikolai. Daneben werden Knabenstimmen für  Festivalengagements und solistische Oratorien- und Opernauftritte ausgebildet. Der Knabenchor arbeitet mit namhaften Orchestern zusammen wie der Hamburger Camerata, Ensemble Resonanz, Hamburger Barockorchester, NDR Sinfonieorchester, Philharmonisches Staatsorchester, u.a.

Engagements

Goethe: „Faust“ – Thalia-Theater, Henze: „We come to the river“ – Hamburgische Staatsoper, Mozart: „Die Zauberflöte“ – Oper Kiel, Lübeck, Lissabon, sowie in der Musikhochschule Hamburg und bei Festivals

Konzertreisen

England, Russland, Luxemburg, Belgien, USA, Tschechien, China, Afrika, Südkorea, Italien, Argentinien und zuletzt Graz.

CDs

„The Old Songs“ – Männerchorstücke der Romantik

„Vom Himmel hoch“ – Weihnachtslieder

„Weihnachten“- Knabensoli +  Lesungen mit Manfred Steffen

Konzertmitschnitte: Haydns Schöpfung, Bachs Johannes-Passion, Bachs Weihnachtsoratorium, Bachs Matthäus-Passion, Mozarts Requiem, Mendelssohns Elias

Preise

Neben verschiedenen Preisen bei „Jugend musiziert“ und deutschen Chorwettbewerben erhielt der Knabenchor auf dem internationalen Chorwettbewerb Shanghai 2002 den Preis als bester ausländischer Chor, 2009 den Jahrespreis der Oscar und Vera RITTER-Stiftung und 2012 den Jugendpreis der Karl H. Ditze Stiftung.

 

Knabenchor – Repertoire

Jahreszeitliche Lieder, Motetten, Kantaten

J. S. Bach:           Weihnachtsoratorium, Johannes-Passion, doppelchörige Matthäus-Passion, Kantaten
J. Haydn:              Die Schöpfung
W. A. Mozart:       Große Messe c-moll, Requiem d-moll, Die Zauberflöte (Knabenpartie)
Fauré:                  Requiem d-moll
F. Mendelssohn:  Elias, Kantaten
F. Schubert:         Missa solemnis Es-Dur
B. Britten:             War-Requiem – unter Rostropovich, Usedomer Musikfestival, A Ceremony of Carols
L. Bernstein:        Mass (unter Metzmacher, Hamburgische Staatsoper) Chichester Psalms
D. Einfeldt:          Litanei – komponiert für den Hamburger Knabenchor
H.-W. Henze:      We come to the River (unter Metzmacher, Hamburgische Staatsoper)
M. Stahnke:         Calling – Hamburger Musikfest

 

Kurzportrait  Chorleiterin

Rosemarie Pritzkat absolvierte an der Hamburger Hochschule für Musik die Große A-Prüfung für Kirchenmusik und das Künstlerische Diplom im Konzertfach Orgel. Ihre künstlerische Ausbildung vertiefte sie mit Meisterkursen im In- und Ausland.

Neben zunächst reger Orgel-Konzerttätigkeit übernahm sie 10 Jahre lang die Leitung der  überregionalen Harburger Kantorei als großen Oratorienchor, den renommierten Kammerchor Norddeutsches Brahms-Ensemble, das sich im Bereich der a cappella Musik profilierte und gründete   ”cantabile hamburg” als eigenes Vokalensemble. 1991 wurde sie an der Hauptkirche St. Nikolai Hamburg zur Leiterin des Hamburger Knabenchores gewählt, den sie zu einer Chorschule von 120 Sängern mit einem anspruchsvollen a cappella-Repertoire, sowie großen Oratorien ausbaute.

Im a cappella Bereich wurden ihre Chöre mehrfach Preisträger auf deutschen und internationalen Wettbewerben. Musikwissenschaftlich arbeitete und referiert sie über Heinrich Schütz sowie zum Thema Bachinterpretation mit Knabenchor. Sie ist regelmäßig Gastdozentin für Chorleitung beim Arbeitskreis Musik (amj) in Erlangen und  referiert beim Kirchenmusikerverband Frankfurt, Hannover, dem Landesmusikrat Hamburg, sowie in der Schweiz.

2002 wurde Rosemarie Pritzkat zur Kirchenmusikdirektorin ernannt.